Haus

Der be­son­dere Charme des ma­le­ri­schen Schlosses in Alt Madlitz be­steht in sei­ner schlich­ten und doch im­po­san­ten Form.

Postkarte des Schlosses Madlitz aus dem Jahr 1930Die Grundmauern des drei­ge­schos­si­gen Herrenhauses stam­men teil­weise schon aus dem 16. Jahrhundert. In der zwei­ten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde das ge­rade er­wor­bene Haus von den Grafen Finckenstein zu sei­ner heu­ti­gen Form um­ge­baut. Das Haupthaus er­hielt sein drit­tes Geschoß und es wurde ein nur zwei­ge­schos­si­ger Anbau ge­schaf­fen.
Wie auf fast al­len mär­ki­schen Gütern war das Herrenhaus in Madlitz Teil ei­nes u-förmigen Wirtschaftshofes: rechts und links vom Herrenhaus schlos­sen sich auf ei­ner Seite ein Seitenflügel, auf der an­de­ren Scheunen- und Stallgebäude an. Der Seitenflügel mus­ste spä­ter dem heu­ti­gen Anbau wei­chen und die Wirtschaftsgebäude wur­den wei­ter zum Dorf hin ver­la­gert. Von ih­nen ste­hen heute noch ei­nige, wie zum Beispiel das ehe­ma­lige Kutscherhaus mit dem Pferdestall, der auch heute wie­der als sol­cher ge­nutzt wird.

Nach der Vertreibung der Finckensteins 1945 aus Alt Madlitz wurde das Haus als Wohnraum für Flüchtlinge und als Kindergarten ge­nutzt. Da das Haus nicht mehr ge­pflegt wurde, be­ka­men die Wände Risse, das Mauerwerk be­gann zu zer­fal­len und durch die nas­sen Wände war das Erdgeschoß nicht mehr be­wohn­bar. Glücklicherweise sind ei­nige Details im Inneren er­hal­ten ge­blie­ben, wie zum Beispiel Teile der Stuckdecke, die schöne Treppe im Haupthaus und im Gartensaal der Kamin mit dem Finckensteinschen Wappen dar­über, so dass das Gebäude nach sei­ner Renovierung wie­der in al­tem Glanz er­strahlt.

Wie auf fast al­len mär­ki­schen Gütern war das Herrenhaus in Madlitz Teil ei­nes u-förmigen Wirtschaftshofes: rechts und links vom Herrenhaus schlos­sen sich auf ei­ner Seite ein Seitenflügel, auf der an­de­ren Scheunen- und Stallgebäude an.